Endothelium-derived relaxing factor (EDRF): a defense mechanism against platelet aggregation and vasospasm in human coronary arteries

Ziel dieser Untersuchung war es, die Wechselwirkungen zwischen Thrombozyten und Endothelzellen, insbesondere in menschlichen Koronararterien, zu untersuchen. In einer ersten Versuchsreihe wurde die Wirkung humaner Endothelzellen (kultiviert auf Microcarrier Beads) auf die Aggregation gewaschener humaner Thrombozyten getestet. Endothelzellen hemmten die Thrombozytenaggregation vollständig. Die Prostacyclin-vermittelte antiaggregatorische Komponente könnte mit Indomethacin blockiert werden. Die verbleibende antiaggregatorische Wirkung von Endothelzellen konnte mit den EDRF-Inhibitoren Gossypol, Hämoglobin und Methylenblau verhindert werden. Dies deutet darauf hin, dass die endothelialen Autoacoide EDRF und Prostacyclin beide Inhibitoren der Thrombozytenaggregation sind. In einem zweiten Ansatz untersuchten wir die Wirkung der Aggregation von Blutplättchen auf den Tonus menschlicher Koronararterien, die während einer Herztransplantation erhalten wurden. Aggregierende Thrombozyten erzeugten streng endothelabhängige Relaxationen der Koronararterienstreifen. Diese Relaxationen wurden hauptsächlich durch EDRF vermittelt, da die Hemmung der vaskulären Prostacyclinsynthese mit Aspirin die Relaxationen nicht signifikant hemmte, die Relaxationen jedoch durch die oben genannten EDRF-Inhibitoren aufgehoben wurden. Plättchen-abgeleitetes Adenosin-5′-diphosphat (ADP) ist hauptsächlich für die Stimulation der EDRF-Produktion in koronaren Endothelzellen verantwortlich. ADP war ein endothelabhängiger Vasodilatator, und Apyrase (ADP-ase) verhinderte die thrombozyteninduzierte Vasodilatation vollständig. Die anderen Thrombozytenprodukte, Serotonin und Thromboxan A2, waren schwache bzw. starke Konstriktoren der Koronararterien. Diese Daten legen nahe, dass das durch Aggregation von Blutplättchen freigesetzte ADP das koronare Endothel zur Produktion von EDRF stimuliert. EDRF überschreibt die konstriktorischen Wirkungen von Serotonin und Thromboxan A2 und übt eine hemmende Wirkung gegen weitere Thrombozytenaggregation oder Adhäsion aus.

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